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NEUIGKEITEN

Was tut sich bei uns und bei unseren Mitgliedsverbänden im Weinviertel? Hier erhalten Sie die wesentlichsten Informationen!

Senningbach-Hochwasser 2024

Was ist bisher passiert?

Senningbach-Wasserverband, 16.03.2026

Im September 2024 führten die enormen Niederschläge über einen Zeitraum von 3-4 Tagen zu Überflutungen am Senningbach, die auch Teile von Siedlungsgebieten betroffen haben. Unmittelbar danach hat der Senningbach-Wasserverband zur Aufarbeitung eine Hochwasser-Ereignisdokumentation ausarbeiten lassen. Das Ergebnis zeigt sehr deutlich, welche Wassermassen hier abgeführt werden mussten. Über weite Strecken lagen die Wassermengen über einem 300-jährlichen Hochwasser, also einem Ereignis, das statistisch gesehen im Durchschnitt nur einmal in dreihundert Jahren eintritt.

Zeitnah nach dem Ereignis wurden umfangreiche Sofortmaßnahmen, mehrheitlich Instandsetzung- und Baggerarbeiten zur Wiederherstellung und Reparatur der Gräben, veranlasst und durchgeführt.

Mittlerweile werden bereits im gesamten Senningbach-Einzugsgebiet umfangreiche Vermessungsarbeiten der Grabensysteme durchgeführt. Diese Daten bilden die Grundlage für die bereits beauftragte Erstellung eines Gefahrenzonenplans, der die Schwachstellen am Senningbach und seinen Zubringern aufzeigen soll. Diese umfangreichen Vorarbeiten werden mit Bundesmitteln finanziert. Sobald diese Daten vorliegen, wird eine übergeordnete Maßnahmenplanung erstellt. Es werden dabei die wasserbaulich (Volumen) und wirtschaftlich (Kosten) besten Standorte für etwaige Rückhaltebecken ausgearbeitet. Danach geht es in die Umsetzung der einzelnen Projekte, die in Abhängigkeit mehrerer Faktoren (z.B. der Grundverfügbarkeit) schnellstmöglich gebaut werden sollen.

In Zusammenarbeit mit der Wasserbauabteilung des Landes Niederösterreich arbeitet der Senningbach-Wasserverband und seine Mitgliedsgemeinden mit Hochdruck an der Umsetzung der geplanten Maßnahmen.

Foto: links DI Thomas Rögner (Wasserbauabteilung Land NÖ), rechts Ing. Norbert Bader (Obmann Senningbach-Wasserverband)

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Rasante Vermehrung der Nutria-Bestände: Bitte nicht füttern!

Weinviertel, 12.03.2026

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Gemäß den aktuellen Beobachtungen hat sich der Nutria-Bestand in manchen Gebieten des Weinviertels innerhalb kürzester Zeit deutlich vergrößert. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nagetiere gelten als hoch invasive Art (starke Ausbreitung mit negativen Auswirkungen auf das Ökosystem) und stellen mittlerweile ein zunehmendes Problem dar.

Durch ihre Grabtätigkeiten werden Hochwasserschutzdämme unterminiert und geschwächt. Darüber hinaus kommt es zu Schäden an der Infrastruktur, wie zum Beispiel an Uferböschungen und Wegen. Auch für die Biodiversität können Nutrias problematisch sein, da sie Lebensräume für heimische Lebewesen verändern und mitunter auch seltene Wasserpflanzen gefährden können.

Wie viele Wildtiere können auch Nutrias verschiedene Krankheiten übertragen. Bei Vermeidung von direktem Kontakt besteht für Menschen jedoch in der Regel keine Gefahr.

Es wird daher ersucht, den unmittelbaren Kontakt mit den Tieren zu vermeiden und insbesondere von einer Fütterung abzusehen!

Ganzjährige Wasserführung in der Faden als klare Zielsetzung

Fadenbach-Wasserverband, 04.03.2026

Die Faden ist ein ehemaliger Nebenarm der Donau. Sie fließt vom Kühwörth in Schönau über Mannsdorf, Orth, Eckartsau, Witzelsdorf und mündet durch den Stopfenreuther Arm nach 37 km wieder in die Donau.

Der Fadenbach-Wasserverband hat in den vergangenen Jahren mehrerere bauliche und behördliche Maßnahmen gesetzt, sodass derzeit, bei einem hohen Donau-Wasserstand, über das Kühwörther Siel und das Orther Siel, Wasser in die Faden eingelassen werden kann. Dies stellt zwar eine enorme Verbesserung der ursprünglichen Situation dar, jedoch kann damit keine ständige Wasserführung erreicht werden.

Der Fadenbach-Wasserverband hat deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse mittlerweile vorliegen. Das Planungsbüro land.und.wasser hat mehrere Varianten geprüft. Direktentnahmen aus der Donau ebenso wie eine neu zu schaffende Anspeisung über den Marchfeldkanal. Und genau diese Variante ist besonders interessant - weil sie es ermöglichen würde, in Trockenperioden auch den Grundwasserkörper entlang der Zuleitungsstrecke zu speisen. Damit könnten mehrere wichtige Ziele erreicht werden:

  • Die Grundwasservorräte im südlichen Marchfeld werden für die Landwirtschaft wieder "aufgefüllt" wodurch die Nahrungs- und Trinkwasserversorgung gesichert werden kann.

  • Die Donauauen unterhalb Wiens, die ein Naturjuwel von europäischer Dimension sind, werden wieder besser mit Wasser versorgt. Die Wiederbelebung der Faden könnte ein niederösterreichisches Vorzeigeprojekt in Bezug auf die europäische Renaturierungsverordnung werden.

  • Das Marchfeld erhält mit dem "Gießgang" ein neues, attraktives Landschaftselement, das ebenso wie der Marchfeldkanal bzw. Rußbach von der Bevölkerung in der Freizeit genutzt werden kann (z.B. als Rad- oder Wanderroute).

Das Projekt wurde von der Obfrau des Fachenbach-Wasserverbandes, Mag. Elisabeth Wagnes, in der NÖ Landesregierung und der Nationalparkverwaltung vorgestellt und es wurde positiv aufgenommen. Nun sollen die nächsten Planungsschritte folgen. Dazu gehört auch, dass in den betroffenen Gemeinden Bürgerinformationen stattfinden werden.

Die Faden bei guter Wasserführung
Die trockengefallene Faden bei Eckartsau

Instandsetzung des Rohrbachs in der KG Oberrohrbach

Donaugraben-Wasserverband, 07.02.2026

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Im Auftrag des Donaugraben-Wasserverbandes wird gerade der Rohrbach in der KG Oberrohrbach großräumig instandgesetzt. Wie geplant wurde bereits kurz nach dem Jahreswechsel mit den erforderlichen Gehölzpflegearbeiten begonnen. Mittlerweile werden gerade die erforderlichen Baggerarbeiten durchgeführt, die in den nächsten 1-2 Wochen abgeschlossen werden sollten.

Baubeginn Taschlbach-Rückhaltebecken in der KG Eggersdorf

Zaya-Wasserverband Mistelbach-Laa, 30.01.2026

Startschuss zum Ausbau der Taschlbach-Retention oberhalb des Ortsgebiets Eggersdorf zu einem vollwertigen Rückhaltebecken mit Drosselbauwerk. Im ersten Schritt wurde das Baufeld abgesteckt und die erforderlichen Gehölzentfernungen veranlasst. Anschließend sind die weiterführenden Bauarbeiten geplant.

Das fertige Rückhaltebecken wird schlussendlich ein Retentionsvolumen von rund 86.000 m3 fassen. Dieses Projekt ist ein Teilprojekt der übergeordneten Maßnahmenplanung nach den Ergebnissen des Gefahrenzonenplans im Einzugsgebiet des Taschlbachs und dient der Verbesserung des Hochwasserschutzes für die unterhalb befindlichen Ortsgebiete von Eggersdorf, Ladendorf und Paasdorf. 

Spatenstich RHB Taschlbach KG Eggersdorf

Stellenausschreibung Allrounder für Verwaltung und Disposition 

Dachverband Marchfeld-Weinviertel, 17.12.2025

Bewerbung schreiben

Zur Verstärkung unseres bestehenden Teams suchen wir für den ehestmöglichen Eintritt (vorgesehener Arbeitsbeginn mit 01.04.2026) einen Allrounder (m/w/d) für Verwaltung & Disposition. Es handelt sich dabei um eine Vollzeitstelle (40 Wochenstunden) mit Dienstort in Mistelbach.

Die Bewerbungsfrsit läuft bis 25.01.2026. Bewerbungen mit allen erforderlichen Unterlagen schicken Sie uns bitte per E-Mail.

Beitritt des Mottschüttelbach-WV als 21. Mitglied des Dachverbandes

Dachverband Marchfeld-Weinviertel, 09.12.2025

In der Mitgliederversammlung am 09.12.2025 wurde dem Beitrittsansuchen des Mottschüttelbach-Wasserverband zugestimmt. Damit zählt der Dachverband ab 01.01.2026 mittlerweile 21 Mitglieder.

Der Mottschüttelbach ist ein rechter Zubringer zur Pulkau und leitet das Wasser aus Teilen der Gemeinden Großharras, Nappersdorf-Kammersdorf, Stronsdorf und Wullersdorf.

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Hochwasserschutz - Die Rolle der Wasserverbände und Anlagenbetreiber

Dachverband Marchfeld-Weinviertel, 28.11.2025

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Das Land Niederösterreich lädt am 04.12.2025 zu einer Veranstaltung zum Thema "Hochwasserschutz - die Rolle der Wasserverbände und Anlagenbetreiber" ein.

 

Wasserverbands-Obmänner und Gemeinden als Anlagenbetreiber von Hangwasser-Rückhaltebecken wurden deshalb in das Wasserbaulabor der BOKU Wien eingeladen. Im Rahmen dieser Veranstaltung soll den anderen Vierteln auch das Modell des Dachverband Marchfeld-Weinviertel vorgestellt werden.

Instandsetzung der Steinböschung am Mühlbach in der KG Katzelsdorf

Hamelbach-Wasserverband, 17.11.2025

Der Mühlbach im Ortsgebiet der KG Katzelsdorf wurde im Sommer dieses Jahres geräumt und von Anlandungen befreit. Ende Oktober wurde mit der geplanten Instandsetzung begonnen. Die alte Steinböschung war in einem sehr desolaten Zustand und es mussten daher in den vergangenen Jahren immer wieder kleinere Reparaturen durchgeführt werden. Um hier eine nachhaltige und längerfristige Lösung zu finden, wurde eine komplette Neugestaltung ins Auge gefasst.

In Zusammenarbeit zwischen dem Hamelbach-Wasserverband und der Gemeinde Bernhardsthal wurde, gemeinsam mit der Wasserbauabteilung des Landes Niederösterreich, eine Lösung ausgearbeitet und die Finanzierung für eine zeitnahe Umsetzung sichergestellt. Die neu gestaltete Böschung wurde mit den vorhandenen Steinen neu angesetzt und nach oben hin mit Erde angeböscht. Anschließend wurden die offenen Erdbereiche frisch besämt. Dadurch ist die Funktion wieder langfristig sichergestellt und etwaige zukünftige Instandhaltungsarbeiten können weit kostengünstiger als bisher vorgenommen werden. Die Arbeiten, die zur Gänze durch einen Bautrupp vom Flussbauhof des Landes NÖ umgesetzt wurden, konnten in der ersten November-Hälfte abgeschlossen werden. 

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